Leitbilddiskurssion
Die Tendenz der laufenden Leitbilddiskurssion wird dem Lehranspruch der TU, ein Studium Generale anzubieten, immer weniger gerecht. Die Geistes- u. Sozialwissenschaften sowie planerische Studiengänge haben gegenüber den Naturwissenschaften eine schwierigere Position, da sie z.B. viel weniger durch Drittmittel aus der Wirtschaft gefördert werden.
Für die Architektur als Schnittstelle zwischen technischen und gesellschaftlichen Studiengängen ergibt sich folgende Problematik:
Die zu erbringenden Einsparungen können nur noch durch Personenabbau bewältigt werden. Da der Verwaltungssektor größtenteils durch langfristige Verträge gebunden ist, wird an Lehrpersonal wie wissenschaftliche Mitarbeitern, Tutoren, an neuen Festanstellungen von Professoren gespart.
Um weiterhin eine kontinuierliche und effektive Betreuung der Studenten zu gewährleisten, ist ein ausgewogenes und sinnvolles Verhältnis zwischen fest angestellten und Gastprofessoren notwendig.
- im 1. Semester gibt es nur noch 2 Entwurfsfachgebiete mit je 3 Assistenten für jeweils 130 Studenten statt 3 Entwurfsfachgebiete mit je 4 Assistenten für jeweils 100 Studenten
- PIV im 8. Sem. Bauaufnahme im Glücksfall
- permanent ausgebuchte Wahlpflichtfächer
- einer Vertiefung und Spezielisierung der eigenen Interessen kann kein Raum gegeben werden
- frustrierende Losverfahren
- Verlängerung der Studienzeit
Fazit:
Der Studiengang Architektur ist nicht nur durch die Sparwut des Senats sondern auch durch die Leitbilddiskurssion in seinem ganzheitlichen Anspruch gefährdet. Was zeichnet unseren Studiengang noch aus, wenn künstlerische (PG, Zeichnen u. Malen), geschichtliche und gesellschafts-wissenschaftliche Fächer zunehmend einem technisch orientiertem Lehrprofil weichen müssen?
Es gilt, die jetzige Situation als Chance zu begreifen und für Deine Erwartungen an die Uni einzutreten !!!
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